EU-Zahlungsregulierung und was sie für grenzüberschreitende Unternehmen bedeutet
Was PSD2, SEPA und andere EU-Zahlungsregulierungen für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Geschäften wirklich bedeuten.
Jedes Unternehmen, das mit europäischen Kunden oder Lieferanten arbeitet, stößt früher oder später auf Begriffe wie PSD2, SEPA und Open Banking. Diese Regulierungen mögen wie ein reines Verbraucherschutzthema wirken, doch sie beeinflussen direkt, wie grenzüberschreitende Zahlungen abgewickelt werden.
Die wichtigsten regulatorischen Bausteine
SEPA (einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum)
SEPA ermöglicht es, Euro-Zahlungen innerhalb der Eurozone genauso abzuwickeln wie eine Inlandsüberweisung. Für ein Unternehmen mit Niederlassungen oder Kunden in Europa macht es einen echten Unterschied bei Kosten und Geschwindigkeit, ob Euro-Zahlungen über das SEPA-Netzwerk geleitet werden können.
PSD2 (Zahlungsdiensterichtlinie 2)
PSD2 hat die Authentifizierungs- und Sicherheitsanforderungen für Zahlungsanbieter verschärft und die rechtliche Grundlage für Open Banking geschaffen.
Lizenzanforderungen
Unternehmen, die Zahlungsdienste in Europa anbieten, benötigen eine Lizenz als E-Geld-Institut oder Zahlungsinstitut in einem bestimmten Mitgliedstaat.
Was das für ein grenzüberschreitendes Unternehmen wirklich bedeutet
| Regulatorischer Baustein | Praktische Auswirkung auf ein Unternehmen |
|---|---|
| SEPA | Mögliche Kosten-/Geschwindigkeitsverbesserung bei Euro-Zahlungen |
| Verstärkte PSD2-Authentifizierung | Möglicher zusätzlicher Authentifizierungsschritt |
| Lizenzanforderungen | Notwendigkeit, die regulatorische Konformität des Anbieters zu bestätigen |
| Open Banking | Zugang zu neuen, kontoverknüpften Zahlungsdiensten |
Ein praktisches Beispiel
Ein Softwareunternehmen, das Geschäftskunden in Deutschland und Frankreich in Euro in Rechnung stellt. Nutzt es einen Zahlungsanbieter, der das SEPA-Netzwerk unterstützt, ist die Abrechnung mit diesen Kunden wahrscheinlich schneller und günstiger als über eine traditionelle internationale SWIFT-Überweisung.
Was vor der Expansion nach Europa zu prüfen ist
- Ob der Zahlungsanbieter das SEPA-Netzwerk unterstützt.
- Ob der Anbieter über eine gültige Lizenz im relevanten EU-Mitgliedstaat verfügt.
- Wie sich die verstärkte Kundenauthentifizierung auf den tatsächlichen Zahlungsablauf auswirkt.
- Dass sich die Regulierung mit der Zeit ändern kann.
Die europäische Abdeckung und die Konditionen mehrerer Zahlungsanbieter manuell zu vergleichen, kann Zeit kosten. Plattformen wie mangomundi ermöglichen es, Kurse, Gebühren und Bearbeitungsgeschwindigkeit mehrerer Anbieter in einer einzigen Oberfläche zu vergleichen.
Häufig gestellte Fragen
Können Unternehmen außerhalb der Eurozone SEPA nutzen? Ja, solange die Euro-Zahlungen über einen Anbieter abgewickelt werden, der das SEPA-Netzwerk unterstützt.
Gilt PSD2 nur für europäische Unternehmen? PSD2 gilt für Unternehmen, die Zahlungsdienste innerhalb der EU anbieten.
Wie prüfe ich die Lizenz eines Zahlungsanbieters? In der Regel über das öffentliche Register der jeweils zuständigen nationalen Finanzaufsichtsbehörde.
Fazit
Die EU-Zahlungsregulierung mag für sich genommen komplex wirken, aber was für ein grenzüberschreitendes Unternehmen wirklich zählt, ist die Bestätigung, dass der genutzte Zahlungsanbieter tatsächlich darauf vorbereitet ist, dieses regulatorische Umfeld zu nutzen.
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